Country Music Hall of Fame

Die erste Besichtigung unseres Tages war das legendäre RCA Studio B. Wir nahmen an einer Führung, die Teil unseres Besuches in der Country Music Hall of Fame war, teil. Im Studio B wurden über eintausend Hitsingles aufgenommen. Schon der Weg dorthin ist gesäumt von Studios und Labels bekannter Namen. Das Haus selbst ist vollkommen unscheinbar. Die erste Aufnahme im Studio B fand im November 1957 statt.

Zu den Aufnahmen in Studio B gehören unter anderem Bobby Bares „Detroit City“, „Cathy’s Clown“ von den Everly Brothers, „Only the Lonely“ von Roy Orbison, Dolly Partons „Coat of Many Colors“, Elvis Presleys „Are You Lonesome Tonight“, „Good Luck Charm“, „It’s Now or Never“ und „Little Sister“.

Unser Guide Ron erzählte uns, dass Elvis Presley „Are You Lonesome Tonight“ mit nur einem Take um 4 Uhr morgens im Dunkeln aufgenommen hatte. Dazu löschte er das Licht im Studio und spielte das Lied. Ich bekam eine Gänsehaut, als ich mir vorstellte, dass ich in dem Studio saß, in dem dieser Welthit aufgenommen wurde. Ich habe dann sogar ein paar Akkorde auf dem Steinway-Flügel gespielt, den auch der King of Rock’n Roll benutzt hat. Elvis wollte immer eine authentische Atmosphäre für die Aufnahmen seiner Lieder schaffen. So hatte er für die Aufnahmen zu einer Weihnachts-LP einen geschmückten Weihnachtsbaum ins Studio stellen lassen. Übrigens hat er nie vor 10 Uhr Abends mit den Aufnahmen begonnen.

Die Akustik der Räume ist sehr gut. Wir hörten einige der alten Aufnahmen und ich konnte feststellen wie gut diese sind. Wenn man bedenkt das alles analog und auch noch in einem Durchgang aufgenommen wurde, kann man erahnen wie gut die Leute waren.

Nach der Tour durchs Studio B ging es zurück in die Country Music Hall of Fame, wo wir uns mit einem Audioguide ausgerüstet auf den Rundgang machten.

CMHF erzählt die Geschichte der Countrymusik, beginnend mit ihren Wurzeln zu einer Zeit, als an Musikaufnahmen nicht zu denken war, und führt durch eine gut strukturierte Ausstellung bis zu den Stars der heutigen Zeit. Es gibt viele interessante Sachen zu sehen und zu hören. Zwei skurille Fahrzeuge – ein Cadillac von Elvis und der Silver Dollar Convertible im Cowboy-Stil von Webb Pierce bilden zwar nicht den Mittelpunkt, erregen aber eine besondere Aufmerksamkeit bei allen Besuchern. In den Vitrinen gibt es jede Menge Instrumente, Kostüm und andere Objekte zu sehen. Die  Sammlung der goldenen und Platin-Schallplatten erstreckt sich über alle drei Stockwerke. DerRundgang endet in einer Rotunde, der Hall of Fame.

Kurz bevor das Museum seine Pforten schloß, ging ein schweres Gewitter über Nashville nieder. Der Strom fiel aus und das Notstromaggregat trat in Aktion. Kaum jemand wagte sich hinaus, der Museumsshop machte dadurch wohl ein noch besseres Geschäft als sonst, bis nach vielleicht 45 Minuten – rechtzeitig zur Schließung der CMHF um 17 Uhr – der ganze Spuk wieder vorbei war.

Bevor ich es noch vergesse, im Hilton gegenüber wohnt im letzten Stock Little Richard. Manchmal kann man ihn in der Lobby oder im Aufzug treffen, wurde uns erzählt.

Wir gingen anschließend, da das Gewitter sich nun ausgetobt hatte, auf den Broadway, um in Jimmy Buffet’s Margaritaville zu speisen. Bei Livemusik,  ich habe die Textzeilen: “my Exes all live in Texas…” noch im Ohr, genossen wir unser Abendessen. Da anschließend schon wieder Gewitter aufkamen, haben wir uns für den Rest des Abends  in unser Hotel zurückgezogen.

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